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BIM – oder: Wenn das Modell mehr weiß als der Elektriker

Manchmal habe ich das Gefühl, wir vergessen beim ganzen BIM-Hype, dass Gebäude immer noch in der echten Welt stehen. Dort, wo echte Leuchten aus echten Gründen ausfallen – und dann ein echter Elektriker kommen muss, um sie zu reparieren.

Und ganz ehrlich: Wenn der Elektriker auf der Leiter steht, hilft ihm das BIM-Modell mit seinen 128 Parametern zur „Ultra-High-Efficiency-Downlight-Generation-3B“ ungefähr so viel wie ein Architektur-Render bei einem Stromausfall. Nämlich gar nicht. Die Realität: Die Leuchte ist kaputt → jemand muss hin → jemand tauscht sie aus.

Der Datensatz im Modell schaut dabei nur ruhig zu und glänzt mit Informationen, die im Betrieb oft niemand braucht. Der merkwürdige Twist daran? Wir tun manchmal so, als würde das BIM-Modell später selbst die Leiter hochsteigen, die Schrauben lösen und die Leuchte austauschen. Spoiler: tut es nicht.

Darum der eigentliche Punkt: Interaktive Planung wertet nur nutzbare Daten aus. Und Digitalisierung ergibt nur dann Sinn, wenn sie am Ende wirklich Effizienz steigert – nicht, wenn sie nur das Datenvolumen erhöht.

Credits: Bilder/Videos
mit Unterstützung von KI
BMS2 GmbH